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Nach Australien ist vor Australien 1

 

Wir hatten uns alles so schön überlegt - nach unserer Landung in Auckland wollten wir kurz nach Whangarei fahren, um dort das COF (den hiesigen TÜV) für unseren Bus zu machen. Anschließend wollten wir wieder nach Auckland fahren, da wir Konzertkarten für David Byrne hatten - vor langer Zeit besorgt -  um danach gemütlich Richtung Süden zu tuckern ...

Unser Bus sah das anders - es standen zwei größere Reparaturen an, unter anderem waren die Bremsen fällig ...

Das Konzert sausen zu lassen kam nicht in Frage! Also sind wir mit unserem kleinen Wagen zurück nach Auckland gefahren, den Bus haben wir solange auf dem Campground Uretiti geparkt. Und wir haben es nicht bereut - das Konzert war spektakulär, sowohl musikalisch als auch in Bezug auf die Performance. In einem leeren Raum bewegten sich David Byrne, die Musiker:innen und Backing Sänger:innen während gut 90 Minuten in ausgefeilten Choreographien über die Bühne.  Alle trugen einen Blaumann und dazu gab es Video Projektionen - ein Gesamtkunstwerk. Das Ganze war unaufgeregt aber total auf den Punkt - relaxt aber Hammer! Wir - als alte Talking Head Fans - waren jedenfalls total begeistert! 

 

 

Zurück in Whangarei mussten wir uns dann eine Unterkunft suchen, da das Auswechseln der Bremsbeläge und das wieder in Schuss bringen der Zylinder einen größerer Aufwand bedeutete - unser Bus ist ja noch aus dem letzten Jahrtausend und hat veraltete Trommelbremsen ...

So haben wir ein paar Tage in einem AirBnB in den Whangarei Heads verbracht ...

 

 

Da wir schon wieder Konzertkarten hatten - diesmal in Wellington für Nick Cave - sind wir dann relativ zügig gen Süden gezogen, wo wir uns für längere Zeit im Kaitoke Regional Park niedergelassen haben.

Nick Cave war nicht so ganz unser Ding - wir kannten den ein oder anderen Song und die gesamte Atmosphäre war relativ düster. Was aber total bemerkenswert war, war die unerschütterliche Energie, mit der er das Konzert bestritten hat. Er war die ganze Zeit im engen Kontakt mit dem Publikum, hat gepowert, 200 Prozent gegeben, gleichzeitig war aber in seinem Gesicht nicht eine Emotion abzulesen - das fand ich ein klein wenig befremdlich ...

 

 

Dann gab es Neuigkeiten aus Perth - die Verkehrsbehörde wollte nun, dass wir den Wagen einem Ingenieur vorführen, damit der bestätigen kann, dass die Modifikationen fachgerecht durchgeführt wurden. Das führte dazu, dass Peer für drei Tage rübergejettet ist, um das Prozedere weiter voranzutreiben. Für uns gemeinsam hatten wir Flüge für die Woche nach Ostern gebucht, denn dann sollte das heißersehnte Papier, mit dem wir unseren Slide-On registrieren können, endlich da sein. Nicht nur, dass Peer mit ein paar All Blacks Spielern in der Maschine saß - wir sind inzwischen Rugby begeistert - er hat aus der Luft ein tolles Foto vom Vulkan Ruapehu geschossen ...

 

 

Wir haben dann auf unserem Weg gen Norden die Route über die Westküste genommen. Vorbei an New Plymouth am Fuß des perfekt geformten mächtigen Vulkans Taranaki. Der dominiert schon von Weitem die Landschaft, denn er ist überall aus allen nur erdenklichen Blickwinkeln zu sehen - sehr beeindruckend. Wir haben dort ein paar Tage am See verbracht, waren Fahrrad fahren und entspannen ...

 

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