Auf dem Weg nach Norden haben wir diesmal eine Touri Attraktion angefahren, die wir bisher ausgelassen hatten - die 'Three Sisters' - eine Felsformation direkt an der Küste nördlich von New Plymouth, die nur bei Ebbe zu erreichen ist - sprich - man muss sich durch ein schlickiges, rutschiges Flußbett zur Wasserlinie vorkämpfen. Wir hatten Glück - Ebbe und der Sonnenuntergang fielen auf die gleiche Zeit und nachdem wir durch den Schlamm geschliddert sind konnten wir einen sehr speziellen Strandspaziergang im warmen Licht der untergehenden Sonne machen. Die Three Sisters sind Sandsteinformationen die durch die Gezeiten ausgewaschen wurden. Waren es zu Beginn des Jahrtausend noch vier 'Sisters', stehen aktuell noch zwei und eine dritte ist gerade wieder am Entstehen - die Küste ist einem ständigen Wandel unterworfen.
Einen nächsten längeren Stop haben wir an einem unserer Lieblings-Campgrounds am Waikato River eingelegt. Dieser vom DOC verwaltete Platz hat eine magische Atmosphäre - insbesondere dank der Anwesenheit von neun Schwänen, die dort ihr Zuhause gefunden haben. Mit einer ungeheuren Grazie sind die neun oft im Gänsemarsch über den Platz gewandert, ruhig, bedächtig, majestätisch, stolz. Es hat mein Herz immer wieder hüpfen lassen, sie zu beobachten. Wir waren dort auch diesmal wieder weitgehend allein, der Kühlschrank war prall gefüllt und so konnten wir eine wunderbare Woche am und auf dem Wasser verbringen - wir hatten unser Kayak vom Dach geholt ...
Nach ein paar Tagen in Tauranga sind wir dann erneut nach Uretiti gefahren - ein anderer Lieblings-Campground. Wir haben versucht, dem Wetter zu entkommen, was uns nur teilweise geglückt ist. Neuseeland wurde in diesem Herbst von einer nicht enden wollenden Serie von Tropenstürmen gebeutelt. Überall gab es wüste Überschwemmungen, der Notstand wurde mehrfach ausgerufen. Das Wetter hier war ja schon immer unberechenbar, aber es scheint aktuell heftiger zu werden ...
Dann hatten wir mal wieder Konzertkarten - diesmal für die Pogues in Auckland. Das war ein absolutes 'Gute-Laune-Konzert'. Von der ursprünglichen Band waren noch drei inzwischen betagte Männer dabei, die übrigen Musiker:innen waren neu. Wir hatten viel Spaß, der irische Punk hat einen wunderbaren Drive ...
Während das nächsten Tropensturms hieß es dann für Australien packen ... Wir hatten inzwischen erfahren, dass die Verkehrbehörde bei über drei Monaten Bearbeitungszeit angekommen ist und daraufhin unseren Rückflug verschoben - wir werden jetzt statt der geplanten 4 Wochen 2 Monate in Aussie bleiben - in der Hoffnung, dass wir dann unseren Slide On endlich anmelden können! Mein Cello konnte ich wieder in Gesellschaft des Bären lassen - die beiden haben sich inzwischen angefreundet und sind unzertrennlich!




















Kommentar schreiben
Sabine (Dienstag, 21 April 2026 07:39)
Bei den Pogues muß ich an unser legendäres Hoffest in der Gneisenaustr. denken, wie wir auf der Mauer standen und die ganze Zeit "dirty old town" gesungen haben :-))))